Menü

Messzeiten

  • Samstag: 18.30 Uhr
  • Sonntag: 08.00 Uhr
  • 10.15 Uhr

Predigt Weihnachten Christmette 2011

Liebe Schwestern und Brüder, heute will ich euch alle besonders herzlich begrüßen. Besonders herzlich, weil es eine besondere Nacht, weil es eine besondere Heilige Messe ist. In der Messe wollen wir mit der ganzen Kirche auf dieser Welt das Ereignis, das vor mehr als 2000 Jahren passiert ist, nämlich die Geburt Jesu, feiern. Obwohl das Ereignis damals fast nicht bemerkt wurde, hat seine Geburt und sein Leben den Lauf der Geschichte verändert. Ich freue mich sehr, dass ihr gekommen seid. Ich freue mich, dass du gekommen bist. Wir wollen alle gemeinsam feiern. Durch unsere Anwesenheit, unser Gebet und Singen wollen wir Gott dafür loben, dass Er uns seinen Sohn geschickt hat, um uns zu sagen, dass Gott uns liebt.

Predigt

Liebe Schwestern und Brüder, wie schön so viele Male in unserem Leben sind wir auch in dieser Heiligen Nacht in die Kirche gekommen, um die Mette gemeinsam zu feiern. Heute nachmittag haben wir die Kindermette mit einem Krippenspiel mit den Kindern erlebt. Die meisten von uns sind schon lange nicht mehr Kinder, deswegen wäre es auch nicht gut, dass wir auf dem Niveau des Krippenspieles bleiben. Es wäre auch nicht gut, wenn für uns das einzige Thema in den nächsten Tagen sein würde: ob die Figuren in der Krippe auf dem richtigen Platz sind, ob die Christbäume gerade stehen, oder ob die Beleuchtung passt. Lassen wir uns, liebe Schwestern und Brüder, nicht durch die sekundären Dinge von dem Geheimnis und der besonderen Atmosphäre der Heiligen Nacht ablenken. Jetzt haben wir die nächste Chance in unserem Leben, das Geheimnis der Heiligen Nacht noch tiefer zu verstehen. Worum geht es eigentlich zu Weihnachten? Warum ist es so wichtig, jedes Jahr Weihnachten zu feiern? Worum geht es in dem Geschehen in Bethlehem vor mehr als 2000 Jahren?  

Versuchen wir, liebe Schwestern und Brüder, die Kleinigkeiten, die uns oft so beschäftigen, zu überspringen und das Wesentliche, was die Heilige Nacht uns gibt, nicht zu übersehen. Das Wichtigste ist, dass Jesus, der Sohn Gottes, vor mehr als 2000 Jahren zu uns als Mensch gekommen ist, um uns die Erlösung zu schenken, um uns den Frieden zu bringen. Um das Geheimnis besser zu verstehen, ist es gut, noch einmal zu den Biblischen Texten zu kommen und versuchen, sie tiefer zu verstehen.

„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Seine Herrschaft ist groß, und der Friede hat kein Ende.“

„Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten. Jesus Christus hat sich für uns hingegeben, um uns von aller Schuld zu erlösen und sich ein reines Volk zu schaffen, das ihm als sein besonderes Eigentum gehört.“

Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.“

Die drei Zitate aus den Lesungen und aus dem Evangelium beschreiben das Geheimnis der Heiligen Nacht. Der Prophet Jesaja hat in seiner Vision Jesu Geburt vorausgesehen. Der Heilige Lukas hat die Geburt Jesu sehr plastisch beschrieben, und der Heilige Paulus in seinem Brief hat die Bedeutung der Menschwerdung Jesu erklärt. Versuchen wir uns heute ein bisschen mit der Erklärung von Paulus zu beschäftigen. „Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten. Jesus Christus hat sich für uns hingegeben, um uns von aller Schuld zu erlösen und sich ein reines Volk zu schaffen, das ihm als sein besonderes Eigentum gehört.“ Die Gnade Gottes ist in Jesus erschienen. Viele Generationen haben auf die Geburt Jesu gewartet, und in der Heiligen Nacht ist die Verheißung in Erfüllung gegangen. Der Retter ist geboren, der uns durch seinen Tod und seine Auferstehung von aller Schuld erlöst hat. Dadurch sind wir sein besonderes Eigentum.

Ein Priester hat voriges Jahr eine Krippe gebaut, wo im Hintergrund ein Kreuz gestanden ist. Natürlich hat er eine große Kritik ausgelöst. Er wollte aber die Menschen auf was Wichtiges hinweisen. Seine Idee entspricht genau dem, was wir in der zweiten Lesung heute gehört haben. Jesus ist gekommen, um uns zu retten, um uns die ewige Herrlichkeit Gottes zu schenken, und das ist durch sein Kreuz und seine Auferstehung passiert. Ohne Kreuz und Auferstehung ist das heutige Fest der Geburt Jesu nicht zu verstehen. Die Menschwerdung Jesu hat nur mit seinem Tod und seiner Auferstehung einen Sinn. Er ist zu uns gekommen um uns zu zeigen wo unser Ziel ist, nämlich im Himmel bei Gott in seiner Herrlichkeit. Versuchen wir liebe Schwestern und Brüder heute das Geheimnis besser zu verstehen. Denken wir daran, wenn wir heuer die Krippe betrachten. Jesus ist zu uns als Mensch gekommen um unsere menschliche Natur zu veredeln, um uns zu zeigen, dass wir zu den Auserwählten gehören. Wir alle, du und ich, haben eine große unbeschreibliche Würde. Wir sind Kinder Gottes. Er hat seinen einzigen Sohn zu uns geschickt, dass Er uns in unserer menschlichen Sprache sagt, dass Gott uns unendlich liebt, dass er bereit ist alles zu machen, damit wir glücklich werden jetzt und in der Ewigkeit Gottes. Das ist das Geheimnis der Heiligen Nacht. Mit dieser Frohen Botschaft sollen wir unser Herz erfüllen und die Herzen, der anderen Menschen, die vielleicht heute aus verschiedensten Gründen nicht da sind. Die Frohe Botschaft der Heiligen Nacht sollen alle Menschen hören. Sie soll unsere Herzen und unsere Welt ändern. Jesus Christus ist doch der Fürst des Friedens. Er ist gekommen uns die Liebe Gottes, die Hoffnung und den Frieden zu schenken. Amen.